Erasmus+ - Austausch mit den Niederlanden
23 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs machten sich am 23. September 2026 auf den Weg in die Niederlande. Unser Ziel: Duiven, eine Stadt unweit der deutschen Grenze und die Heimat unserer niederländischen Partnerschule, Candea College. Von Mittwoch bis Freitag wollten wir gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern den Schulalltag kennenlernen, die Umgebung entdecken und natürlich auch einiges erleben.
Schon die Anreise hatte es in sich: Eigentlich sollten wir gegen halb eins in Duiven ankommen. Durch Zugausfälle und Verspätungen wurde daraus schließlich halb drei. Statt eines geplanten Mittagessens zur normalen Mittagszeit erwartete uns deshalb eine etwas ungewöhnliche Begrüßung: Auf dem Tisch standen Brötchen und jede Menge typisch niederländischer Belag – Hagelslag, also Schokostreusel, sowie Erdnussbutter und Spekulatiuscreme. Für unsere Schülerinnen und Schüler war schnell klar: So etwas gehört offenbar zum niederländischen Frühstück! Bei uns wurde daraus kurzerhand ein sehr verspätetes Mittagessen.
Nach der Begrüßung erkundeten wir zunächst die Schule und ihre Umgebung bei einer kleinen Rallye. Besonders beeindruckt waren unsere Schülerinnen und Schüler von den Fachräumen der niederländischen Schule. Besonders der schuleigene Friseursalon sorgte für Staunen: Hier lernen Schülerinnen und Schüler tatsächlich das Friseurhandwerk. Es gab Waschbecken wie in einem echten Salon, Übungspuppen zum Frisieren und verschiedene Materialien, an denen die Jugendlichen das Schneiden, Stylen und auch Make-up praktisch erproben können. Einen solchen Fachraum hatten viele unserer Schülerinnen und Schüler an einer Schule noch nie gesehen. Auch ein Kreativraum mit 3D-Druckern und verschiedensten Materialien sorgte für neugierige Blicke. Schnell wurde deutlich, dass unsere Partnerschule deutlich stärker berufsorientiert ausgerichtet ist und ihren Schülerinnen und Schülern dafür ganz andere praktische Möglichkeiten bietet als unsere Schule.
Am nächsten Morgen ging es ins Freilichtmuseum Arnhem. wo wir unsere niederländischen Partner wiedertrafen. In gemischten Gruppen erkundeten die Schülerinnen und Schüler das weitläufige Gelände und bearbeiteten verschiedene Aufgaben. Dabei gab es viel zu entdecken: historische Gebäude, alte Handwerksberufe und Einblicke in das Leben in den Niederlanden früherer Zeiten.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen hieß es am Nachmittag zunächst Abschied nehmen. Unsere Schülerinnen und Schüler liefen zunächst zurück zur Jugendherberge und hatten dort eine sehr kurze Pause, bevor es anschließend wieder zu Fuß weiter in die Innenstadt von Arnhem ging. Dort blieb Zeit zum Bummeln, Schauen und Entdecken. Insgesamt legten wir an diesem Tag rund 6 Kilometer zu Fuß zurück.
Am Freitag ging es noch einmal zurück zur Partnerschule in Duiven – und dieser letzte gemeinsame Tag hatte es in sich. In zwei Gruppen starteten die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Workshops. Während die eine Gruppe in der Küche Pfannkuchen und Apfeltaschen backte, wurde die andere Gruppe kreativ: Im Street-Art-Projekt verwandelten die Jugendlichen einen ganzen Kunstraum. Nach dem Vorbild von Künstlern wie Banksy wurden alltägliche Gegenstände im Raum zu Bestandteilen von Kunstwerken – und plötzlich sah der Raum ganz anders aus.
Danach wurde getauscht: Aus der Kochgruppe wurde die Kunstgruppe und umgekehrt. Am Ende kamen alle wieder zusammen und natürlich durfte das gemeinsame Essen nicht fehlen. Pfannkuchen und frisch gebackene Apfeltaschen wurden gemeinsam probiert – ein schöner Abschluss unseres Aufenthalts.
Dann hieß es endgültig Abschied nehmen. Mit vielen Eindrücken im Gepäck machten wir uns mit dem Zug auf den Rückweg nach Gütersloh. Und wie sollte es anders sein: Auch diesmal sorgten Zugausfälle und Verspätungen dafür, dass wir etwas später als geplant ankamen.
Da unsere deutsche Gruppe während des gesamten Aufenthalts gemeinsam in der Jugendherberge in Arnheim untergebracht war, die niederländischen Schülerinnen und Schüler dagegen bei ihren Familien wohnten, fanden Begegnungen außerhalb des gemeinsamen Programms nicht statt. Auch die sprachliche Verständigung innerhalb der gemeinsamen Aktivitäten war teilweise eine Herausforderung. Auch wenn sich die deutschen und niederländischen Schülerinnen und Schüler bei den Workshops teilweise eher in ihren jeweiligen Ländergruppen bewegten, konnten unsere Jugendlichen viele neue Eindrücke aus der niederländischen Schule und dem dortigen Unterrichtsangebot mitnehmen.
Trotz aller kleinen und großen Herausforderungen waren die drei Tage eine spannende Erfahrung. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten eine andere Schule kennenlernen, neue Eindrücke aus den Niederlanden sammeln und erleben, dass Schule in einem anderen Land durchaus ganz anders aussehen kann.
Und natürlich haben wir auch gelernt: Schokostreusel gehören in den Niederlanden aufs Brot.
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