Schulprogramm

Berufsorientierung SI - Janusz Korczak-Gesamtschule 2013/14

Klasse 5 Klasse 6 Klasse 7 Klasse 8 Klasse 9 Klasse 10
Wir über uns Sucht-Prävention Wir über uns BO-Camp BO-Unterricht Einzelberatung
Beginn Methodentraining "Be Smart - Don't Start" Theater: "Natürlich bin ich stark" Girls' Day / Boys' Day Berufsorientierende Kurse: Neigunsfach Info: Berufskollegs
Beginn Medienerziehung PC-Führerschein   Berufsparcours Beratung durch Übergangscoach Beratung durch Übergangscoach
      Berufs-Orientierungs-Programm (BOP) Berufsberater, BA in der Schule Freiwilliges Praktikum (Herbstferien)
      Eltern-Info-Abend Besuch des BIZ Beratung, Berufsberater, BA
      Deutsch-U.: Lebenslauf / Bewerbung Projektwoche BO, Schnupperpraktikum, Berufswahlpass  
        Schülerbetriebspraktikum, Praktikumsbörse  
        Bewerbunstraining (extern)  
Schule und Betrieb: Kooperation Güth & Wolf und MIELE

kursiv: optional

Ausschnitte aus dem

KONZEPT: BERUFSWAHLORIENTIERUNG

der Janusz Korczak- Gesamtschule

April 2002

mit Neuerungen ab SJ 07/08


erstellt von:

Sabine Föste, Sabine Hengstenberg, Roswitha Horstmann, Ursula Husemann, Petra Kemper, Ulrike Kosfeld, Frauke Kunik, Wilfried Prüß, Edda Rosenkötter



INHALTE
0)    Vorwort
1)    Ziele
2)    Lebensplanungsprozesse
3)    Bewerbungstraining
4)    Praktikum
5)    Sekundarstufen II- Beratung
6)    Außerschulische Kontakte
7)    Einbindung der LehrerInnen
8)    Elternarbeit
9)    Besonderheiten
10)  Evaluation
11)  Neuerungen ab dem SJ 07/08
12)  BO- Übersicht


0)  VORWORT

Berufswahl ist für SchülerInnen keine spontane Handlung, sondern geschieht in einem langjährigen Prozess innerhalb ihrer Schulzeit.
Im Rahmen der Berufswahlorientierung sollen SchülerInnen befähigt werden, eigene Entscheidungen im Hinblick auf den Übergang ins Erwerbsleben vorzubereiten und selbstverantwortlich zu treffen.
Die Janusz Korczak- Gesamtschule möchte es sich zur Aufgabe machen, die SchülerInnen aktiv im Prozess der Lebensplanung und Berufswahl zu begleiten und zu unterstützen.
Die Orientierungsmaßnahmen durchziehen alle Klassenstufen und bedürfen einer engen Zusammenarbeit zwischen Schule, Elternhaus, Arbeitsamt und Betrieben.


1)  Ziele

Heute ist für Jugendliche Berufswahl nicht mehr eine einmalige Entscheidung für einen lebenslang ausgeübten Beruf. Berufswahl ist vielmehr ein länger währender Prozess, der vielen Einflussfaktoren unterliegt.
Wir vermitteln unseren SchülerInnen Strategien und Qualifikationen für eine Berufsentschei-dung , die zum individuell richtigen Zeitpunkt erfolgt und längerfristig Bestand hat. Die Schü-lerInnen sollen auf die Berufswelt vorbereitet werden, indem sie sowohl praktische als auch theoretische Möglichkeiten der Orientierung in der Arbeitswelt erhalten.
Ein weiteres Ziel des Berufswahlprozesses an der Janusz Korczak-Gesamtschule ist es,  alle unterstützenden Personen und Institutionen in unser Konzept einzubinden. Wir nehmen die Eltern als einflussreichste Ratgeber der Jugendlichen wichtig  und geben ihnen Verantwortung . Die Aktivitäten der Berufsberatung, die Interessen der Betriebe, der berufsbildenden und der weiterführenden Schulen und anderer außerschulischer Einrichtungen werden koordiniert und gebündelt.


Thesen zur Berufsorientierung der Förderschüler an der Janusz Korczak-Gesamtschule (vgl. Aufsatz zur Berufsorientierung bei Lernbehinderten und geistig behinderten Schülern aus Köln-Hohlweide 3.2002)
  1. Berufsorientierung muss Unterrichtskonzept sein (ab Jg. 7/8)
  2. Berufsorientierung soll realistische Selbsteinschätzung bei den FörderschülerInnen fördern (Stärken, Schwächen, Grenzen)
  3. Berufsorientierung der Förderschüler bedeutet eine hohe Qualität der Auseinanderset-zung mit den Handicaps/Grenzen der SchülerInnen für die Eltern (auch hier ist die El-ternarbeit nötig).
  4. Berufsorientierung muss Schwellenängste (z.B. in Bezug auf die WfB) abbauen.
  5. „Berufsprojekte“ sind ein guter Einstieg in die Arbeitswelt und eine Alternative zum Unterricht.

2)  Lebensplanungsprozess
Im Rahmen des Lebensplanungsprozesses unterstützen wir die SchülerInnen dabei, ihre Inte-ressen und Fähigkeiten, ihre Wünsche und Ansprüche an das Leben zu entdecken. Unter-schiedliche Aktivitäten in den verschiedenen Jahrgängen tragen dazu bei,  den eigenen Le-bensweg zu planen und zu gestalten.
Phasen geschlechtshomogenen Unterrichts dienen der Klärung der Rolle als Mädchen/Junge bzw. Frau/Mann in der  Gesellschaft . In diesem Zusammenhang werden auch Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf diskutiert.
Zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Prestige von Berufen tragen Gespräche mit VertreterInnen aus der Berufswelt bei.

3)  Bewerbungstraining
Die Unterstützung der SchülerInnen im Bewerbungsprozess und die Vorbereitung auf allge-mein übliche Auswahlverfahren gehört zu den wichtigen Aufgaben der Schule.
Neben allgemeinen Hinweisen zu Bewerbungsunterlagen werden der Lebenslauf und das Bewerbungsanschreiben als wesentliche Elemente erarbeitet. Daneben werden SchülerInnen auf Vorstellungsgespräche vorbereitet. Ebenso gehören ein gezieltes Telefontraining, sowie eine Bewerbung über Internet zu den notwendigen Elementen.
Der Schwerpunkt der Beschäftigung mit dem Thema liegt gemäß den Richtlinien für das Fach Deutsch in Jahrgang 9. Bereits im zweiten Halbjahr des Jahrganges 8 wird mit dem Telefon-training und dem Schreiben von Lebensläufen begonnen.
Ein weiterer Bereich ist die Unterstützung der SchülerInnen bei der Ausbildungsplatzrecherche und die Durchführung von Testsimulationen. Das Testtraining wird sowohl intern als auch extern durchgeführt.

4)  Praktikum
Das Praktikum bietet den SchülerInnen die Möglichkeit die Berufs- und Arbeitswelt kennen zu lernen. Ziele sind dabei:
  • Kennenlernen von Arbeitsabläufen in Betrieben
  • Einbringen der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Abgleichen ihrer Erwartungen mit ihren Erfahrungen.
Das dreiwöchige Praktikum, im 9. Jahrgang vor den Osterferien, wird durch umfassende Vor- und Nachbereitungen durch die jeweiligen KlassenlehrerInnen begleitet.
Die SchülerInnen suchen ihre Praktikumsstelle selbst. Dabei werden sie gegebenenfalls von den KlassenlehrerInnen und der BO-KoordinatorIn unterstützt.
Die SchülerInnen erstellen eine Praktikumsmappe, die bewertet wird.
Das Jahrgangsfachteam Deutsch entscheidet, welcher Teil als schriftliche Leistungsüberprü-fung herangezogen wird.
In einer Ausstellung werden die Ergebnisse der Praktikumszeit für Eltern, Betriebe und Schü-lerInnen des 8. Jahrganges präsentiert.


5)  Sekundarstufe II: Berufs- und Studienorientierung

HalbjahrZeitraumInhaltZielTeilnahme 
11.2    Teilnahme an Fachvorlesungen Grundkurse Pflicht FL
12.1

September

Oktober

Oktober

Gildenhaus Projekt
„Abitur – und wie weiter?
Einführung Studium, Berufe für Akademiker

Individuelle Interessen und Fähigkeiten erkennen, Auseinandersetzung mit Berufswahl Pflicht




Kobusch AfA




12.2


Praktikum


Berufsfeld kennen lernen
Selbstständigkeit

Bingo - Tag
Pflicht


LK-Lehrer


Mai/Juni
Unitag mit Infover-anstaltung der Studienberatung Einblick in Universität
Pflicht
BL
13.1 Woche vor den Ferien        
13.1 und 2 Nach Bedarf Individuelle Beratung   Wahl Kobusch AfA


6)  Außerschulische Kontakte
Im Prozess der Berufsorientierung wollen wir mit folgenden Institutionen zusammen arbeiten:

  • Berufsberatung des Arbeitsamtes
  • Bewerbungszentrum beim Kolping-Bildungswerk
  • Betriebe
  • Berufskollegs
  • Kammern
  • Regionalstelle Frau und Beruf
  • Gleichstellungsbeauftragte
  • Jugendberufshilfe
  • andere Bildungsträger


7) Einbindung der LehrerInnen
An unserer Schule ist sicherzustellen, dass alle KollegInnen, speziell wenn sie KlassenlehrerInnen in den Jahrgangsstufen 8 - 10 sind, in die Berufswahlvorbereitung Einbindung finden.
Durch die Betreuung des Betriebspraktikums und den Unterricht in der Jahrgangsstufe 9 BO (Berufsorientierung) bekommen die KlassenlehrerInnen eine entscheidende Rolle in der Berufsfindung ihrer SchülerInnen.

8) Elternarbeit
Elternarbeit im Rahmen der Berufswahlorientierung an der Janusz Korczak- Gesamtschule bedeutet “Eltern wichtig nehmen - Eltern Verantwortung geben”.

Die Einbeziehung der Eltern in den Prozess der Berufswahlorientierung findet durch Informa-tion und Aktion in Form von

  • Elternseminaren
  • Themenabenden
  • Erkundungen von Elternarbeitsplätzen

statt.
Darüber hinaus werden Eltern aktiv in den Prozess der Orientierung eingebunden, indem sie zur Acquise von Betrieben für das Schülerpraktikum beitragen. Eltern können auch ihre eige-nen Berufe oder Betriebe zur Erkundung oder Besichtigung vorstellen.
Eltern der Jahrgangsstufe 8 betreuen unseren alljährlich stattfindenden Berufsparcours.

9) Besonderheiten
Für SchülerInnen, die auf dem Ausbildungsmarkt schwer zu vermitteln sind oder deren Ab-schluss gefährdet ist, werden spezielle Fördermaßnahmen angeboten (Neigungsfach ab Jhg. 9: “Berufs- und Lebensplanung”).

10) Evaluation
Um ein sich stetig an den aktuellen Erfordernissen der Berufswahlvorbereitung orientiertes Konzept zu gewährleisten, ist es notwendig, dieses in regelmäßigen Intervallen zu evaluieren.

11) Neuerungen ab dem SJ 2007/2008

  1. Zu Beginn der Jahrgangstufe 8 findet ein Elterninformationsabend zu dem Thema Berufsorientierung an der JKG statt, mit dem Ziel die Eltern für den BO-Prozess zu sensibilisie-en und gemeinsam die jeweiligen Verantwortlichkeiten zu klären.
    Der Abend wird vorbereitet und begleitet durch die Berufswahlkoordinatorin, den Berufsbe-raterberater, den Übergangscoach, den jeweiligen Beratungslehrer des 8. Jahrganges und die Abteilungsleiterin.
  2. Im 2. Halbjahr der Jahrgangstufe 8 findet die sog. „Probierwerkstatt“ für ausgewählte SuS der Jahrgangstufe statt.
    Die SuS  erproben während der Woche 2 Berufsfelder und nehmen an einem Mini-Assessment teil. Sie erhalten danach ein Zertifikat und ein Stärkenprofil für ihren Berufswahlpass.
    Die Organisation und Betreuung dazu übernehmen die Abteilungsleiterin, der Übergangscoach, der Beratungslehrer und ein Techniklehrer des Jahrganges.
    Jeder Klassenlehrer soll seine SuS einmal in der Zeit besuchen.
  3. Zeitnah zur. Girls’ Day-Woche findet der Berufsparcours für die Jahrgangsstufe 8 statt.
    An ca. 20 Stationen können die SuS Berufssimulationen durchführen und bekommen eine Rückmeldung zu ihrem Stärken- und Schwächenprofil.
    Organisiert wird er von der Abteilungsleiterin und dem Übergangscoach.
    Eltern der Jahrgangsstufe 8 übernehmen die Betreuung der einzelnen Stationen an dem Tag.
    Die Stationen werden von dem Technik-Zentrum Minden-Lübbecke gestellt, von der Stadt bezahlt und gewartet.
  4. Der Berufswahlpass wird als Instrument des hauseigenen Studienbuches in der Jahrgangstufe 8 eingeführt. Die SuS übernehmen damit die Eigenverantwortung der Dokumentation in ihrer BO Laufbahn.
    Die Berufswahlkoordinatorin zeigt sich für die Organisation und die Durchführung verantwortlich.
  5. Die SuS der Jahrgangsstufe 10 werden angehalten ein freiwilliges Praktikum während der Herbstferien oder Osterferien zu absolvieren.
    Ein Zertifikat dazu wird in den Berufswahlpass übernommen.
  6. Der BO-Fahrplan wird ab dem Schuljahr 2008/2009 in das jeweilige Logbuch der Schule übernommen.
  7. Die Berufswahlkoordinatorin übernimmt die Verantwortung für die jeweiligen Aktualisierungen.



Die Berufsorientierung untersteht einer ständigen Evaluation und wird immer wieder um Bausteine aktualisiert.

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