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Es gehört schon eine ordentliche Portion Mut dazu, vor einem Publikum aufzutreten. Sitzen im Publikum dann auch noch Bekannte wie die eigenen Eltern, Lehrer, Schulkollegen und sogar die Schulleitung höchstselbst, dann steigt die Nervosität ins Unendliche. Als Schauspieler gilt es, dieses Lampenfieber gekonnt zu überspielen und in seiner Rolle völlig aufzugehen. So inszenierte auch dieses Jahr der Literaturkurs der Janusz Korczak-Gesamtschule in Gütersloh ein fast zweistündiges Werk lebhaft auf der Bühne.

Inspiriert von den Mondsteinmärchen von Roland Kübler beschäftigten sich die gut zwanzig Schüler der JKG von Beginn ihres 12. Schuljahres im letzten Jahr bis zur Aufführung am vergangenen Montagabend (19.06.) mit dem Theaterstück und stellten es mit beachtlichem Talent und viel Selbstbewusstsein auf der Bühne vor. Unter der Anleitung von Matthias Winkler und Christina Friese arbeitete der Literatur-Kurs ein umfangreiches Werk vom epischen Text zum Theaterstück um.

Der alte Märchenerzähler Oyano kehrt nach Jahren zurück in seine Heimatstadt. Dort angekommen ist er sichtlich erschrocken über die herrschenden politischen Verhältnissen. Sie sind so bedrückend, dass er versucht, die Menschen wieder zur Vernunft zu bringen, indem er ihnen drei Märchen erzählt. In der Hoffnung, dass sich die Menschen in ihnen wiederentdecken, entführt er sie mit den drei magischen Worten „Es war einmal“ in eine ferne Welt voller Abenteuer.


 

Oyano, der Erzähler der Märchen wurde hervorragend verkörpert von Lukas Foitzik und von seiner getreuen Begleiterin Gwen, glänzend Melina Sol, komplementiert. Beide führten die Zuhörer gekonnt ein in die Märchenwelt. In einem Märchen machten sich drei Helden mit ganz unterschiedlichen Charakterzügen au, um einen Drachen zu finden. Alle drei wurden hervorragend besetzt mit Cedric Blomberg, Alexandra Heitman und Jonas Hübner. Auf ihrem Weg trafen sie drei Feen-Schwestern, die ihnen helfen wollten, gespielt von Kelly Hyseni, Sina Kiewert und Mia Kleinemas. Besonders die Rolle der Mia Kleinemas sorgte mit ihrer aufgedrehten und lustigen Art für einige Lacher im Publikum.

 

Ausgefallene und tiefe Dialoge vor schlichten Kulissen. Teilweise irrsinnig witzige und zur Situation passende Einlagen lockerten das Stück auf und brachten viel Humor in die ganze Aufführung. Auch gut versteckte Anspielungen auf aktuelle politische Ereignisse, wie die Flüchtlingskrise und die Asylanten fanden Anklang beim Publikum. Selbst Erdogan und Trump erkannte man wieder.

Immer wieder sorgten die Schauspieler und Schauspielerinnen gewollt für Lacher im Publikum. Mit kraftvollen und lauten Stimmen, überzeugenden Darbietungen und einer großen Portion Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit hat der Literaturkurs eine wahrhafte Meisterleistung erbracht und der Abend ist als voller Erfolg zu beurteilen.

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

Allen Beteiligten an diesem Stück ist es gelungen das Publikum zu verzaubern und man erkennt, dass Märchen stets die Kraft haben, Menschen zu bewegen und sie über sich hinaus wachsen zu lassen. Da führten selbst kleine Textpatzer nicht zum Erstarren der ganzen Vorführung. Gewusst wie und unter dem Motto „the show must go on“ verlief die Vorstellung somit größtenteils flüssig.

Mit bemerkenswert guten Darstellungen und ausgefeilten Dialogen begeisterten sie das Publikum, jedoch hätten sie entschieden mehr Zuhörer verdient.

(Daniel Reinhardt, Jahrgang 12)

Lesen Sie hier, wie die Glocke und die NW darüber berichteten. 

 

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